Projekt DEPRESSION

Ziel dieses Projektes ist es, Depression als immer zahlreicher werdende Erkrankung bekannter zu machen und auf die Gefahren der unbehandelten Krankheit hinzuweisen. Ich möchte mehr Verständnis für Betroffene sowie deren Angehörige in der Bevölkerung erreichen, indem wir gemeinsam durch emotionale Bilder, Berichte und  Interviews  jene Emotionen und bisher ungehörten Botschaften transportieren, die ein depressiver Mensch fühlt und was ihn beschäftigt.

Ich möchte allen Betroffenen Mut machen, Ihre Krankheit nicht mehr länger im Stillen zu ertragen, sondern offen darüber zu kommunizieren.

Dieses Projekt wird sowohl durch eigene Erfahrungen mit der Erkrankung, als auch mit der von ebenfalls Betroffenen sowie deren Angehörigen gestützt. Ärzte und Therapeuten werden als Experten hinzu gezogen.

Das Projekt liegt mir persönlich sehr am Herzen, da ich in den vergangenen Jahren miterleben musste, wie Menschen “plötzlich” erkrankt sind und nicht mehr weiter leben konnten.

Depressionen sind das berüchtigte ›Schwarze Loch‹,
das alle Freude, jedes Glück verschlingt.

Zahlen – Daten – Fakten

Nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren im Jahr 2015 rund 322 Millionen Menschen von Depression betroffen, 4,4 Prozent der Weltbevölkerung. Das waren um rund 18 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Laut WHO-Zahlen verursachen Depressionen mehr volkswirtschaftlichen Schaden als Aids, Krebs und bewaffnete Konflikte. Die jährlichen Gesamtkosten der Depression werden alleine in den Vereinigten Staaten auf rund 43,7 Milliarden US Dollar geschätzt (2015).

Über eine Million Menschen in Österreich haben laut Arbeiterkammer arbeitsbedingte Gesundheitsprobleme. Psychische Erkrankungen sind dabei auf dem Vormarsch und machen heute bereits ein Drittel(!) jener Diagnosen aus, die zu einer Berufsunfähigkeits- oder Invaliditätspension führen.
Laut einer Studie der Donau-Uni Krems betrugen 2006 die Umsätze mit Psychopharmaka rund 144 Millionen Euro. 2013 erhöhte sich der Betrag auf 188 Millionen Euro, was ein Zuwachs um 25 Prozent bedeutet!! In Österreich rechnen die Ärzte mit rund 900.000 erkrankten Menschen wobei die Dunkelziffer 1,2 Millionen betragen könnte. Daten der Statistik Austria zeigen, dass 2013 rund 29 Milliarden Euro für Gesundheitskosten aufgebracht wurden wobei der Anstieg der Psychopharmaka-Kosten auf 31,1 Prozent jenen bei den gesamten Gesundheitskosten (26,7 Prozent) übertrifft.

Im Suizidbericht der Medizinischen Universität Wien/Statistik Austria wird angeführt, dass die Suizidrate in Österreich rund 15 Tote je 100.000 Einwohner beträgt (in manchen Bundesländern sogar knapp 20 je 100.000).

Im Jahr 2014 suizidierten sich in Österreich 989 Männer und 324 Frauen. Das entspricht einer Suizidrate für Männer von 23,7 pro 100.000 und für Frauen von 7,4 pro 100.000. (Suizidprävention Austria 2015). Die Zahl der Verkehrstoten betrug 2014 mit 430 knapp die Hälfte.

Geplante Projektinhalte

Fotografie

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!
Gefühle verbildlichen, Ängste und Sorgen darstellen. Im Bereich der Fotografie wird vom Portrait bis hin zu Landschaft das zu sehen sein, was Menschen mit Depression beschäftigt.

Interviews

Hör mein Klagen – hör mein Jauchzen!
Betroffene erzählen über Ihr Leben genauso, wie Experten aus der Praxis.

Kurzfilme

Das Leben ist Bewegung und bewegt ist das Leben.
Von Impressionen und Geschichten, die das Leben so schreibt.

Ausstellung

Zeig es allen!
Eine (Wander-) Ausstellung zum Thema mit Beteiligung von befreundeten Fotografen und Künstler.

Teilen und auch andere informieren! Mitmachen und das Projekt unterstützen.