Du wirst in der Früh munter und denkst … nicht schon wieder

Wer an einer Depression leidet kennt ihn vermutlich – den täglichen Schmerz. Nicht nur die Seele, sondern auch der Körper schreit nach Hilfe. Bis zu 80 Prozent der Betroffenen leiden auch an körperlichen Symptomen – vor allem an Schmerzen, zumeist im Bereich des Muskel- und Skelettsystems, und an Kopfschmerzen – die Depression wird im Körper vitalisiert.

Schmerz kann zu mangelnder körperlicher Aktivität und damit zu Bewegungseinschränkungen führen, welche die Entstehung chronischer Schmerzen fördern bzw. die gant persönliche Schmerzwahrnehmung verstärken. Chronische Schmerzen gehen oft mit einer erhöhten Anspannung, Angst und Stress einher und sind auch oft dafür verantworlich, dass unsere Seele krank wird.

Bei der Frage nach dem “wer war zuerst da” sind betroffene Personen oft unschlüssig.  In mehr als 80 Prozent aller Fälle tritt zunächst der Schmerz und erst im Anschluss daran eine Depression auf. Untersuchungen zeigten, dass ca. 50% aller chronischen Schmerzpatienten mit der Zeit eine Depression entwickeln, zumindest eine depressive Phase. Bei ca. 12-15 Mio. chronischen Schmerzpatienten in Deutschland sind das ca. 6-7 Mio. Patienten mit Schmerzen und Depression. Eine enorm hohe Anzahl, die mit all ihren Auswirkungen noch immer nicht wirklich ernst genommen wird. Eine fatale Situation, da es sich in alle Lebensbereiche ausdehnt.

Wenn der ganze Tag dem Schmerz untergeordnet wird, dann wird auch die Lebensqualität dem Schmerz untergeordnet und alles dreht sich im Kreis – um den Schmerz und die sinkende Lust am Leben. Unsichtbar und doch so real. Schonhaltungen werden vom Verzicht auf Aktivitäten abgelöst und es geht soweit, dass einem jedwede Bewegung keinen Spaß mehr macht.
Unlust in allen Bereichen macht sich breit, was natürlich wieder eine Auswirkung auf das Umfeld hat. Ist es verständlich, dass der Schmerz einem alles madig macht? Ja durchaus. Wer dieses Gefühl noch nie hatte, der kann es auch vermutlich nicht verstehen, denn es ist schwer zu beschreiben.

Oft werden die Schmerzen vom Umfeld nicht ernst genommen. Als Betroffener steht man dann da wie ein Hypohonder oder einfach jemand, der nicht willig ist etwas zu tun. Es wird einem nicht geglaubt, dass man täglich Schmerzen hat und es einem von Grund auf nicht gut geht – Körper – Geist – Seele bilden jedoch eine Einheit und bedingen einander. Geht es dem Körper schlecht – geht es meist auch der Seele schlecht und umgekehrt. Beides darf nicht tot geschwiegen werden. Deshalb ist es wichtig darüber zu reden.

Was tun?
Es gibt neben herkömmlichen Therapien zum Beispiel Schmerzambulanzen mit Multimodalen Schmerztherapien. Dort werden maßgeschneiderte Schmerztherapien angeboten, die es einem leiochte rmachen sollen mit dem Schmerz umzugehen bzw. diesen sogar los zu werden. Eine Überlegung wert sich hier genauer zu informieren. Auch der Hausarzt oder Psychologe kann mit entsprechenden Informationen weiter helfen und für den individuellen Fall Therapievorschläge zusammen stellen.

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